Die Top 25 der nützlichsten Linux Commands

Posted 08.11.2010 by Christian

Für die Freunde der gepflegten Shell-Hackerei hab ich mal wieder etwas tolles gefunden.

Auf Urfix Blog gibt es die Top 25 der nützlichsten Linux Shell Commands.

Einige Sachen kannte ich wirklich noch nicht z.B. sowas hier:

!!:gs/foo/bar

Erklärung: Wiederholt das letzte Kommando und ersetzt dabei jegliches Vorkommen von foo durch bar.

Alle die sich für so etwas begeistern können sollten daher jetzt den Mausfinger bereithalten und diesem Link folgen.

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Sichere Verbindungen mit Putty und SSH-Tunneling

Posted 10.02.2010 by Christian

Die Anwendungsfälle in denen eine sichere Verbindung benötigt wird sind vielfältig. Sei es Online-Banking, Shopping bei Amazon oder einfach nur das Einloggen in euren Blog ohne das jeder euren Benutzername und Passwort mitlesen kann. Gerade in offenen W-Lan Netzen ein gern vernachlässigtes Problem.

Zum Glück gibt es dafür eine recht simple Lösung. Als Vorraussetzung braucht man nur zwei Dinge:

  1. Einen eigenen Server mit SSH-Zugang oder einen SSH-Zugang auf einen Server dem Ihr vertraut
  2. Einen SSH-Client der SSH-Tunneling unterstützt

Im folgenden werde ich als SSH-Client Putty benutzen und beschreiben wie sich dort ein SSH-Tunnel einrichten lässt.

Putty

Als erstes ist im Feld Host Name die IP-Adresse des Servers anzugeben, zu dem eine Verbindung aufgebaut werden soll. Danach ist im Feld Port der Port anzugeben auf dem SSH auf dem Server lauscht. Das muss nicht immer 22 sein, ist aber meistens der Fall.

Als Connection Type ist SSH voreingestellt und braucht auch nicht verändert zu werden.

Putty

Als nächstes wird im Kategorienbaum auf linken Seite der Punkt SSH ausgeklappt und der Unterpunkt Tunnels ausgewählt.

Putty

Danach kann im Feld Source Port ein freier Port auf dem eigenen Rechner ausgewählt werden welcher noch nicht belegt ist. Zum Beispiel eignet sich hier sehr gut der Port 3000 oder 1337 ;)
Sehr wichtig ist hier das Feld Destination leer zu lassen und als Typ Dynamic auszuwählen!

Anschließend muss der Button Add betätigt werden um den Port zu der Liste der Forwarded Ports hinzuzufügen.

Putty
Putty

Nun kann die Verbindung mit einen Klick auf den Button Open im Menüpunkt Session hergestellt werden.

Danach sollte ganz normal der SSH-Login erscheinen und es muss sich mit Benutzername und Passwort auf dem Server angemeldet werden.

Nun lässt sich mit jedem Programm welches eine Verbindung über Proxy-Server erlaubt der SSH-Tunnel nutzen. Ich werde es anhand des Firefox einmal zeigen, es geht aber genauso gut mit jedem anderen Programm.

Putty

Beim Firefox müssen die Netzwerkeinstellungen angepasst werden. Dazu wechselt man in die Verbindungseinstellungen, wählt den Punkt Manuelle Proxy-Konfiguration aus und gibt als SOCKS-Proxy localhost an. Als Port wählt man denselben Port welcher bei Putty als Source Port eingetragen wurden, im Beispiel 3000.

Von nun an laufen alle Verbindungen des Firefox über eine verschlüsselte Verbindung.

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Einrichten von IMAP mit Courier und Postfix

Posted 11.12.2009 by Christian

Im folgenden Beitrag möchte ich kurz erklären, wie man es schafft Postfix und co so einzurichten, das man seine Mails nicht nur per POP3 sondern auch per IMAP abrufen kann. Ich gehe hier der Einfachheit halber von einem Debian System aus.

Voraussetzungen

Im Idealfall sollten Postfix sowie Procmail bereits installiert sind. Falls dies nicht der Fall ist, kann man z.B. unter Debian dies sehr einfach mit folgendem Befehl tun:

aptitude install postfix procmail

Im folgenden soll Courier-IMAP als IMAP-Server benutzen. Daher muss auch dieses Programm nachinstalliert werden.
Dies geht unter Debian wieder mit:

aptitude install courier-imap

Konfiguration

Sobald alle Programme installiert sind, kann es mit der Konfiguration losgehen.

Hier soll alles so eingestellt werden, dass jeder Benutzer seine Mails in seinem eigenen Homeverzeichnis im Ordner Maildir erhält. Dazu müssen natürlich zuerst die Benutzer angelegt werden.
Danach müssen noch die Ordner mit den Mails erstellt werden. Praktischerweise gibt es dafür bereits einen Befehl, dieser sollte mit dem Benutzer ausgeführt werden dem das jeweilige Homeverzeichnis gehört und auch dort ausgeführt werden:

maildirmake Maildir

Jetzt kann man ins Verzeichnis /etc/postfix/ wechseln und die Datei main.cf in einem Editor öffnen.
Typischerweise ist in dieser Datei die Zeile

mailbox_command = procmail -a "$EXTENSION"

zu finden.
Diese sollte durch folgende ersetzt werden:
mailbox_command = procmail -a "$EXTENSION" DEFAULT=$HOME/Maildir/ MAILDIR=$HOME/

Jetzt sollte man nach /etc/courier/ wechseln und die Datei imapd öffnen.
Hier sollte folgende Zeile eingefügt bzw. ersetzt werden:

MAILDIRPATH=Maildir

Wurden die Konfigurationsdateien erfolgreich geändert muss noch Courier sowie Postfix neu gestartet werden.
Dazu wechselt man nach /etc/init.d/ und führt die folgenden Befehle aus:

./courier-imap restart ./postfix restart

IMAP-Ordner anlegen

Zum Test kann man sich jetzt eine Mail an die betreffende Mailadresse schicken und versuchen diese mittels IMAP abzurufen.

Mit einem entsprechenden Mailprogramm kann man dann übrigens ganz einfach neue IMAP-Ordner hinzufügen. Fast alle Mailprogramme bietet diese Möglichkeit.
IMAP-Ordner müssen übrigens relativ zur Inbox erstellt werden.

Möchte man die IMAP-Ordner “zu Fuß” erstellen, so kann man dies auch machen.
Welche IMAP-Ordner es gibt ist in der oben genannten Konfiguration in der Datei
/home/$user/courierimapsubscribed zu finden. Die Ordner sind hier pro Zeile aufgelistet. Eine Datei mit den drei Ordner “Trash”, “Sent” und “Drafts” sieht dann beispielsweise so aus:

INBOX.Trash
INBOX.Sent
INBOX.Drafts

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